2011년 11월 8일 화요일

"Mission impossible" für "Super Mario"

Post by (ugg boots sale) Nov 2011

Giovanni Barone-Adesi kennt den neuen EZB-Chef gut, den er eher als Staatsdiener denn als Bankier beschreibt.
Legende: Giovanni Barone-Adesi kennt den neuen EZB-Chef gut, den er eher als Staatsdiener denn als Bankier beschreibt. (usi.ch)
Mario Draghi, der neue und dritte Präsident der Europäischen Zentralbank, hat letzte Woche seine erste Sitzung geleitet. Neuer Chef, gleicher Stil, meint Professor Giovanni Barone-Adesi von der Universität Lugano und Ex-Studienkollege von Draghi.
Der oft "Super Mario" genannte neue Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) ist letzte Woche erstmals richtig auf dem internationalen Parkett aufgetreten.

An seiner Feuertaufe kündigte Mario Draghi gleich einen überraschenden Entscheid an: die Senkung des Zinsniveaus um 0,25 auf 1,25%. Die Massnahme hatte sofort einen sprunghaften Anstieg der Börsenkurse zur Folge.

Um mehr über Mario Draghi und seinen wahren Handlungsspielraum zu erfahren, hat sich swissinfo.ch mit dem Südschweizer Ökonomen Giovanni Barone-Adese unterhalten, der den neuen EZB-Chef persönlich gut kennt.
swissinfo.ch: Welche Auswirkungen auf die Schweiz könnte die Amtsübernahme von Mario Draghi an der Spitze der EZB haben?
Giovanni Barone-Adese: Ich denke, dass Mario Draghi die Politik seines Vorgängers Jean-Claude Trichet fortführt.

Ich gehe davon aus, dass die EZB ihre Politik aufrechterhält. Und da Philipp Hildebrand, der Direktor der Schweizerischen Nationalbank (SNB), den Franken an den Euro angebunden hat, haben wir keine Veränderungen zu erwarten. Zumindest so lange nicht, als diese Währungsanbindung aufrechterhalten wird.

Die europäische Währungspolitik ist jener der SNB ähnlich. Der grosse Unterschied liegt vor allem in den Schuldenkrisen, in denen sich mehrere Länder der Euro-Zone befinden.
swissinfo.ch: Italien hält den traurigen Rekord des höchsten Staatsdefizites von Europa (1900 Milliarden Euro). Ehrlich gesagt, ein Italiener an der Spitze der EZB, ist das eine gute Nachricht?
G.B.-A.: Es ist eher "keine Nachricht". Wie ich schon sagte, wird Mario Draghi die bisherige Linie der EZB in der Substanz weiterverfolgen, eine Linie, die er übrigens glühend befürwortet.

Falls er überhaupt Veränderungen einführen möchte, kann er das kaum ganz allein entscheiden. Draghis Rolle ist eher jene eines Vermittlers zur politischen Welt. Eine Funktion, die er übrigens glänzend beherrscht.
swissinfo.ch: Wie sieht das Profil des "Bankiers" Mario Draghi aus?
G.B.-A.: Draghi ist mehr, wie man das nennt, ein "Staatsdiener" als ein Bankier. Er hat seine ganze Karriere im italienischen Staatsdienst gemacht. Ausser einer kurzen beruflichen Klammer bei der US-Geschäftsbank Goldman Sachs – er trat von seinem Amt als Direktor des italienischen Schatzamtes zurück, als Silvio Berlusconi erneut Regierungschef wurde – war Draghi immer ein hoher Beamter.
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Im Gegensatz zu den meisten gewählten hohen italienischen Amtsträgern, die buchstäblich an ihren Sesseln kleben und Schwierigkeiten und Blockaden provozieren, wie man es aktuell wieder beobachten kann, ist Draghi freiwillig zurückgetreten.

Eine sehr korrekte Geste, die übrigens sehr geschätzt wurde, nicht zuletzt auch von Silvio Berlusconi. Danach wurde Draghi zum Chef der Banca d'Italia, der italienischen Zentralbank, ernannt.

Ich erinnere mich, dass Draghi die akademische Welt rasch verliess, um sich der öffentlichen Verwaltung zu widmen. Wie das übrigens auch sein Vater gemacht hatte, der ebenfalls Beamter bei der Banca d'Italia war.
Der neue EZB-Präsident Mario Draghi steht vor einer Herkulesaufgabe.Der neue EZB-Präsident Mario Draghi steht vor einer Herkulesaufgabe. (Keystone)
swissinfo.ch: Er hat wenig Bankenerfahrung, war ein Staatsdiener. Ist er wirklich der Richtige für diese Situation?
G.B-A.: Die EZB ist eine Institution mit einem extrem engen Mandat. Ich glaube, dieses Mandat ist kaum geeignet für die gegenwärtigen Bedürfnisse Europas. Aber es ist sicher nicht die Institution selber, die ihre Regeln ändern kann. Es braucht eine politische Einigung, um etwas zu ändern.

Ich bin überzeugt, dass Mario Draghi gegenüber einer grösseren Öffnung dieser Institution, einem realistischeren Zugang zur derzeitigen Situation, nicht abgeneigt wäre. Zur Stunde ist das Motto aber: Strikte Geldpolitik und Sparsamkeit.

Mario Draghi wird sicher dieser Linie folgen, da die europäischen Staats-und Regierungschefs ihren Kurs nicht wechseln werden. Wissen Sie, sein Job gleicht in gewisser Weise einer "Mission Impossible"…
swissinfo.ch: Eine "Mission Impossible", sagen Sie?
G.B-A.: Ich glaube, es ist praktisch unmöglich, Europa als solches zu retten, besonders was die Einheitswährung betrifft. Man sollte kostengünstige Mittel finden, um das Steuer herumzureissen, bevor die Situation zu chaotisch wird.
swissinfo.ch: Was wären die nötigen Änderungen?
G.B-A.: Entweder beendet Europa die Währungsunion und kehrt zu den alten Währungen zurück, oder sie gibt sich föderalistische Strukturen, die einen Finanzausgleich an ärmere Staaten ermöglichen – wie das in jedem Bundes- oder Einheitsstaat der Fall ist.

Das wäre besser, als hochverzinsliche Darlehen auszugeben, deren Kosten Staaten daran hindern, vorwärts zu kommen. Es ist eine Politik, welche die Wettbewerbslücke noch vergrössert, auf Kosten der verschuldeten Staaten.

Die beste Lösung wäre vermutlich, die Euro-Zone neu zu zeichnen und die Währungsunion nur noch zwischen den stärksten Volkswirtschaften zu behalten.

swissinfo.ch: Sie zeichnen ein ziemlich hoffnungsloses Bild…

G.B-A.: Ich fürchte, ja. Man sieht, dass die Märkte allen politischen Anstrengungen zum Trotz den Lösungen widersprechen, die angenommen und als definitiv präsentiert worden sind. Und das ist nicht das erste Mal, dass wir dieses Szenario beobachten.

Man muss sich der Realität stellen, bevor zu grosse Spannungen in Europa entstehen. Es müsste eine Möglichkeit geben, die Währungsunion aufzulösen, um dann zwei oder drei Währungen einzuführen, welche jene Länder mit ähnlicher Wirtschaftsentwicklung zusammenfassen.

Doch niemand will das in Angriff nehmen, weil sich alle politisch stark engagiert haben und das Gesicht nicht verlieren wollen. Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir noch mehrere Jahre leiden müssen.swissinfo.ch: Mehrere Jahre?G.B-A.: Ja, ich fürchte, das ist unvermeidlich. Es kann aber sein, dass es etwas rascher gehen wird, falls sich Griechenland entscheidet, den Euro aufzugeben und seine Schulden nicht zu bezahlen.
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Schweiz prüft Zusammenarbeit mit Nato wegen Cyber-Angriffen

Post by (ugg boots) Nov 2011

Die Schweiz profitiert im Kampf gegen Cyber-Angriffe möglicherweise schon bald vom Wissen der Nato. Eine Partnerschaft mit dem Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence des Militärbündnisses ist nach Angaben des Verteidigungsdepartements (VBS) «eine Möglichkeit».
Büroräume des Nato Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence.
Das Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence der Nato in Tallinn könnte möglicherweise bald auch der Schweiz helfen im Kampf gegen Cyber-Attacken. reuters
VBS-Sprecherin Silvia Steidle bestätigte entsprechende Meldungen der Zeitungen «Südostschweiz» und «Aargauer Zeitung». Vom Cyber Defence Centre würden sich die Experten zusätzliche Erkenntnisse und Informationen versprechen, sagte sie.
Kontakte auf Expertenebene
Die Organisation, die sich den Wissens- und Informationsaustausch auf die Fahne geschrieben hat, wurde 2008 ins Leben gerufen. Ihr Sitz befindet sich in der estnischen Hauptstadt Tallinn. Es bestünden bereits Kontakte auf Expertenebene. Die «Cyber Defense»-Arbeitsgruppe des VBS führe aber zurzeit keine offiziellen Gespräche, sagte Steidle.
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Als Reaktion auf die wachsende Zahl der Angriffe im Netz hatte der Bundesrat Ende 2010 das Projekt «Cyber Defense» aufgegleist. Ziel war die Ausarbeitung eines Strategiepapiers bis Ende 2011. Die Arbeit nimmt nun aber mehr Zeit in Anspruch.
Das Papier wird dem Bundesrat laut Steidle erst im Frühjahr 2012 vorgelegt. Eine allfällige Zusammenarbeit mit der Nato sei noch nicht Bestandteil dieser ersten Auslegeordnung. Die Schweiz ist kein Mitglied der Nato, ging mit dem Militärbündnis aber schon 1996 im Rahmen der «Partnerschaft für den Frieden» eine Zusammenarbeit ein.
Angriff auf EDA
Cyberangriffe sind die Kehrseite der immer dichteren digitalen Vernetzung. In der Schweiz sorgte ein Fall im Herbst 2009 für Aufsehen, als Hacker in das Computernetzwerk des Aussendepartementes eindrangen. Im November 2010 waren die Webseiten mehrerer Schweizer Parteien Zielscheibe von Cyber-Kriminellen.
Mit der Einsetzung der Projektgruppe im Dezember 2010 wollte der Bundesrat klären, ob die dezentrale Organisation beim Kampf gegen die Internetkriminalität der Bedrohungslage noch gerecht wird. Die Gruppe steht unter der Leitung von Divisionär Kurt Nydegger.
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Adidas kauft Outdoor-Marke Five Ten / Rekordergebnis im 3. Quartal

Post by (ugg boots sale) Nov 2011

Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der Adidas Gruppe Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der Adidas Gruppe

Der Sportartikelhersteller
Adidas forciert sein Ziel, zum Marktführer im Outdoor-Markt aufzusteigen: Wie die Herzogenauracher heute bekannt gaben, übernimmt das Unternehmen Five Ten, ein Spezialist für Outdoor-Schuhe - speziell im Bereich Bergsteigen und Mountainbiken. Das 1985 gegründete Unternehmen hat seinen Sitz im kalifornischen Redlands, beschäftigt 37 Mitarbeiter und wird in diesem Jahr einen Umsatz von voraussichtlich 16 Millionen Euro verzeichnen. Adidas lässt sich den Deal eigenen Angaben zufolge 25 Millionen US-Dollar kosten. Der Kauf soll in den kommenden Wochen über die Bühne gehen. Lange Zeit hieß es, Adidas wolle die Outdoor-Marke Jack Wolfskin übernehmen. Dazu ist es nicht gekommen: Im Juli verleibte sich der Londoner Finanzinvestor Blackstone das Unternehmen ein.

Adidas sieht sich als "athletische Marke im Outdoor-Bereich". Ihre lange Tradition beruhe unter anderem auf den Schuh "Super Trekking", mit dem Reinhold Messner 1978 erstmals den Mount Everest bestiegen hatte. Die Produktentwickler der Marke mit den drei Streifen arbeiten zudem eng mit Outdoor-Profis wie den Bergsteiger-Brüdern Thomas und Alexander Huber ("Huberbuam") und renommierten Organisationen wie dem Alpin Center Zermatt (Schweiz) und Ragni di Lecco (Italien) zusammen.
Adidas erwartet im Zuge seines strategischen Geschäftsplans "Route 2015" eine Umsatzsteigerung im Bereich Outdoor auf über 500 Millionen Euro bis zum Jahr 2015. Durch die Übernahme von Five Ten werde die Adidas Gruppe noch besser aufgestellt sein, um ein führender Akteur im Outdoor-Markt zu werden, so das Unternehmen.
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Parallel zur Bekanntgabe des Übernahmedeals hat Adidas seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2011 veröffentlicht. In allen wichtigen Regionen, Vertriebskanälen und Marken konnte der Konzern zulegen. Von Juli bis September stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 3,5 Milliarden auf 3,7 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis von 411 Millionen auf 441 Millionen Euro. Den Nettogewinn konnte Adidas von 266 Millionen auf 303 Millionen Euro schrauben. "Noch nie haben unsere Marken und Produkte den Nerv der Konsumenten weltweit so gut getroffen wie heute", so Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer. Zum Konzern gehören die Submarken Adidas Sport Performance, Adidas Originals und Adidas Sport Style (Y-3, Neo, SLVR).

Im Zuge der guten Zahlen hat der Sportartikler seine Prognose für das laufende Jahr erneut nach hoben geschraubt. Statt einem Umsatzplus von 10 Prozent und einem Nettoergebnis von bis zu 652 Millionen Euro erwartet Adidas nun ein Umsatzwachstum von rund 12 Prozent sowie einen Überschuss von 660 Millionen Euro. Für Wachstum sollen insbesondere die Fußball-Europameisterschaft sowie die Olympischen Spiele in London sorgen.
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Dr.Martens by Swarovski

Post by (ugg boots) Nov 2011

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Wer hätte gedacht, dass Schuhe der Arbeiterklasse so gut mit einer Luxusmarke harmonieren?! Die Kollaboration der Kult-Marke Dr.Martens mit Swarovski zeigt, dass es funktioniert.
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Insgesamt sechs unterschiedliche Modelle dieser besonderen Kollektion gibt es. Die sexy Variante mit Stilettoabsatz oder rockig als Boot. Dabei wird jeder einzelne Swarovski Kristall in Handarbeit auf den Schuhen angebracht. Das spiegelt sich auch im Preis wieder. Zwischen 250 und 750 Euro kostet ein Schuh der limitierten Kollektion. Ab Dezember werden die Exemplare in Dr.Martens Läden erhältlich sein. Wer nicht so lange warten kann, der kriegt die Docs auch jetzt schon im Selfridges in London.
Ich habe es lieber schlicht, daher gefällt mir der flache Boot mit Lack-Kappe und kleinen Swarovski Steinen an der Hacke am besten. Oder vielleicht doch der Ankle Boot mit dem besetzten Strap?! Ein bisschen Bedenkzeit habe ich ja noch. Bleibt die Frage ob sich die Investition wirklich lohnt.
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2011년 11월 6일 일요일

Österreich erstmals Radball-Weltmeister

Post by (ugg boots sale) Nov 2011

Das Duo Schneider/Schnetzer behielt im hektischen Finish gegen die Schweiz knapp mit 4:3 die Oberhand.

Die Österreicher gewinnen alles, nur Weltmeister werden sie nie, hieß es bisher in der Radball-Szene. Die Österreicher gewinnen alles, nur Weltmeister werden sie nie, hieß es bisher in der Radball-Szene.
Auf einmal war sie wieder da. Die Angst. Diese lähmende Angst vor der eigenen Courage. Eben waren Dietmar Schneider und Patrick Schnetzer noch die Souveränität in Person. Die österreichischen Radballer hatten im WM-Finale in Kagoshima ihre Schweizer Gegner und die Nerven fest im Griff. Perfekte Spielzüge, gelungene Angriffe, makellose Verteidigungsmanöver - für eine Performance wie diese fällt einem nur ein Attribut ein: weltmeisterlich.

Und nun das: Ausgleich, 3:3 nach 3:0-Vorsprung, hektische Schlussminuten. Sollten Dietmar Schneider und Patrick Schnetzer den sicher geglaubten WM-Titel tatsächlich noch verspielen?
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Sollten die beiden Vorarlberger Radballer ein typisch österreichisches Schicksal - erst die große Show, dann der noch größere Katzenjammer - erleiden? Sollte sich also wieder einmal jenes Sprichwort bewahrheiten, das seit Jahrzehnten innerhalb der Radball-Familie die Runde macht? Die Österreicher gewinnen alles, nur Weltmeister werden sie nie.

Premiere

Nun, die Radballer werden sich in Zukunft wohl neue Sprüche einfallen lassen müssen. Denn das ungeschriebene Gesetz hat seine Gültigkeit verloren. Das Duo Schneider/Schnetzer behielt im hektischen Finish gegen die Schweizer doch noch knapp mit 4:3 die Oberhand und bescherte Österreich den ersten WM-Titel im Radball.

Dietmar Schneider war es vorbehalten, den Treffer zur rot-weiß-roten Glückseligkeit zu erzielen. Wem sonst? Der Oldie radelte bereits knapp zwei Jahrzehnte der WM-Trophäe hinterher, alles hat der 36-Jährige in seiner erfolgreichen Karriere schon gewonnen: Europacup, Weltcup, ein Dutzend WM-Medaillen, nur Gold fehlte noch in seiner Sammlung.

"Aber so gut drauf wie jetzt war ich nie", hatte der Routinier bereits bei der Abreise nach Japan gemeint.

Seit er fünf ist, sitzt der leidenschaftliche Haflinger-Züchter bereits im Sattel. Der neue Weltmeister ist mit dem Radball aufgewachsen, die Schneiders sind so etwas wie eine Radball-Dynastie und daheim in Höchst weltberühmt. Der Papa, der Bruder, die Cousins, der Opa - praktisch alle männlichen Schneiders hockten sich in der Freizeit am liebsten auf die eigenwilligen Spezialräder ohne Bremsen, mit 1:1-Übersetzung, 2000 Euro das Stück, und jagten dem Ball hinterher. "Ich bin mit Radball aufgewachsen", erzählt Dietmar Schneider.

Erst seit zwei Jahren bildet der Routinier mit dem talentierten Patrick Schnetzer ein kongeniales Tandem, der neue Juniorpartner wusste bei der WM als fangsicherer Goalie zu überzeugen. Nicht einmal ein gebrochener Mittelfinger konnte Schnetzer im WM-Endspiel gegen die Schweiz außer Gefecht setzen.

Der 20-Jährige hielt durch und nahm damit Revanche für die einzige Niederlage des Turniers. Nach der Vorrunde hatten sich die Österreicher den Schweizern noch mit 1:4 geschlagen geben müssen, ehe sie im Finale den Spieß umdrehten und österreichische Radball-Geschichte schrieben.

Der Lohn für den Triumph? Ein Händedruck, Goldmedaillen und die obligaten Regenbogentrikots. "Wegen dem Geld", sinniert Dietmar Schneider, "wegen dem Geld ist noch niemand Radballer geworden."
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Mehr Neuwagen in der Schweiz verkauft

Post by (ugg boots) Nov 2011

Zürich - In der Schweiz sind die Neuwagenverkäufe im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut stark angestiegen. Der Zuwachs habe sich auf 12 Prozent belaufen, was rund 27'000 Immatrikulationen oder einer Steigerung von 2'854 Einheiten entspreche, teilte der Branchenverband Auto-Schweiz am Freitag mit.
Damit habe sich ebenfalls das kumulierte Resultat von Anfang Januar bis Ende Oktober von 7,5 auf 7,9 Prozent verbessert. Somit seien in diesem Jahr bisher 19'100 mehr Neufahrzeuge verkauft worden als im Vorjahreszeitraum.
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In der Schweiz hat man nach wie vor Lust am Autokauf.

«Der positive Trend bei den Verkäufen setzt sich unvermindert fort. Das spricht für die nach wie vor intakte Lust am Autokauf und deutet auf ein allgemein starkes Autojahr 2011 hin», wird Verbandsdirektor Andreas Burgener in der Mitteilung zitiert.
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2011년 11월 4일 금요일

Ex-Trainer - Favre tritt als "Chef" gegen Hertha an

Post by (ugg boots sale) Nov 2011

522 Tage war Lucien Favre nach seiner Entlassung bei Hertha ohne Job. Jetzt trainiert er Borussia Mönchengladbach - mit großem Erfolg. Nach Berlin reist der Schweizer mit einem ganz neuen Selbstbewusstsein.
Energie Cottbus - Hertha BSC Berlin 1:3
Tschüss Berlin - hallo Mönchengladbach! Lucien Favre war vom Sommer 2007 bis September 2009 Trainer von Hertha BSC.
Neulich ist Lucien Favre beim DVD-Studium in seinem Arbeitszimmer etwas ins Auge gefallen, das genau so auch früher oft zu bestaunen war, aber wofür er niemals auch einen Blick hatte. Beim Abendessen hat er seiner Frau Chantal dann davon erzählt: Hertha BSC, der ehemalige Verein des Trainers von Borussia Mönchengladbach, spielte im Olympiastadion gegen den 1.FC Köln – und wie es während der Partie zu dämmern begann, war durch das Marathontor die untergehende Sonne zu sehen, und wie sie den Himmel in ein leuchtendes Glutorange tauchte.
Wunderschön sei das Farbenspiel gewesen, schwärmt Favre, aber wahrscheinlich wird er Sonnabend (15.30 Uhr, Sky live und hier im Live-Ticker von Morgenpost Online) wieder keinen Blick dafür haben. Dann, drei Tage nach seinem 54. Geburtstag am Mittwoch, kehrt Favre ins Olympiastadion zurück – etwas mehr als zwei Jahre nach seiner Entlassung beim Hauptstadtklub zum ersten Mal. Den sich daraus ergebenden emotionalen Stellenwert der Partie mag Favre nicht zu hoch hängen. Drei Punkte sind sein Ziel – wie in jedem anderen Spiel auch: „Wir müssen uns Woche für Woche vor Augen führen, wo wir herkommen“, sagt er. 20 Punkte hat seine Mannschaft auf diese Weise erspielt, sie ist Tabellenfünfter der Fußball-Bundesliga. Nachdem am Ende der vergangenen Saison Platz 16 stand und der Klassenerhalt erst via Relegation gesichert wurde, berechtigte die aktuelle Konstellation am Saisonende zur Teilnahme an der Europa League.
Zwar mahnt Favre zu anhaltender Bescheidenheit. Aber ausschließen, dass es tatsächlich so kommt, mag auch er nicht. Das ist wesentlich, denn die Zeiten, in denen Favre ein Zauderer, ein Bremser, ein „unendlich Unbefriedigter“ gewesen ist, wie sein früherer Spieler Sebastien Fournier es einmal formulierte, sind Vergangenheit. Es habe sich „viel geändert bei mir“, behauptet Favre. Auffällig sind seine noch mal deutlich verbesserten Sprachkenntnisse. Regelrecht flüssig ist nun das Deutsch des Mannes aus dem französischsprachigen Teil der Schweiz. Entsprechend „aufgeschlossener und kommunikativer“ sei er nun als Trainer, sagt Favre: „Ich bin ein richtiger Chef geworden.“
Vielleicht war es gerade die neu erworbene Fähigkeit zum Positivdenken ihres Trainers, die die Borussia im Mai den Abstieg hat verhindern lassen. Auch als die Lage im Endspurt der vergangenen Saison bei bis zu sieben Punkten Rückstand wahrlich aussichtslos erschien, habe ihr Mann „immer versichert: ‚Ja, ja, ja – wir schaffen das'“, erzählt Chantal Favre. Zwar habe dann mitunter auch sie nicht gewusst, woher Favre seinen seltsamen Optimismus bezog. Aber er klang so überzeugt“, sagt sie, „ich dachte, er wird schon am besten Bescheid wissen.“
(ugg boots sale)
Spätestens mit dem erfolgreichen Abschluss der Mission Klassenerhalt hat Lucien Favre in Mönchengladbach neue Begeisterung rund um die traditionsreiche Borussia geweckt. Er genießt die Huldigungen, die das Publikum ihm entgegenbringt. Den Beinamen „Hennes“ hat Favre verpasst bekommen, es ist eine Hommage an den legendären Trainer Hennes Weisweiler. Ihn hatte Favre 1983 persönlich kennen lernen dürfen, als der Deutsche bei Grashoppers Zürich arbeitete und Favre für Genf-Servette spielte. „Er hat mich den ‚besten Schweizer Fußballer zu der Zeit' genannt“, erzählt Favre – für einen Fußballromantiker wie ihn war das schon damals wie ein Ritterschlag.

Pressekonferenz als Fehler

In der Gegenwart ist Mönchengladbach nahezu perfekt für einen wie Favre. Vor dem Städtchen am Niederrhein mit seinen 25.0000 Einwohnern hatte er das in jeder Hinsicht einzigartige Berlin erlebt. Dort hat ihn und seine Frau damals beeindruckt, „dass überall Geschichte ist“, und Geschichte hätte fast auch Favre mit Hertha geschrieben. 2008/09 führte er die Berliner in der Bundesliga auf Platz vier, nachdem zwischenzeitlich sogar Träume vom ersten Meistertitel seit 78 Jahren gereift waren. Im Herbst desselben Jahres wurde er entlassen. Über die genauen Gründe der Trennung „nach zweieinhalb schönen Jahren“ mag Favre nicht mehr sprechen. Aber er sieht es als erwiesen an, dass nicht nur sportliche Faktoren ausschlaggebend waren. Es war eine Zeit, zu der bei Hertha sehr unübersichtlich paktiert wurde: Gerade noch Verbündete (gegen Ex-Manager Dieter Hoeneß) wurden quasi übergangslos zu Gegnern.
Nach seiner Beurlaubung durch Manager Michael Preetz, mit dem Favre seither kein Wort gesprochen hat, lud er zu einer spektakulären Pressekonferenz ins vornehme Hotel Adlon am Brandenburger Tor. Dass er zu der Zeit von Ratgebern fremdgesteuert war, die nicht sein, sondern ausschließlich ihr eigenes Wohl im Blick hatten, hat Favre erst später realisiert. Seine von Dritten vorformulierte Abrechnung mit Hertha mündete in eine fristlose Kündigung. „Ein Fehler und eine Katastrophe für mich“, sei sein legendärer Auftritt gewesen, sagt Favre inzwischen. Andernfalls, glaubt er, hätte er schon viel früher wieder Arbeit gefunden. So aber vergingen 522 Tage ohne Anstellung.
Er „habe büßen müssen“, resümiert Favre, aber seine Zufriedenheit mit der Gegenwart ist in jedem Moment zu spüren. Es gefällt ihm an seinem neuen Arbeitsplatz, und dieses Wohlfühlen ist ganz wesentlich für einen wie ihn. Die Magie des Namens Borussia trieb Favre vom ersten Tag an mit größtmöglichem Eifer in die Arbeit. Nicht er selbst und schon gar nicht dieser geschichtsreiche Klub sollten in der Zweiten Liga landen, schwor er sich. Und wo es zuvor hieß, er, Favre, sei als Trainer alles, nur kein Feuerwehrmann, da hat er der personell beinahe unveränderten Mannschaft im Rekordtempo Strukturen verliehen. Bis dahin 57 Gegentoren folgten bis zum letzten Spieltag nur noch weitere neun. Schon damals konnte mit diesem Wert nur Meister Borussia Dortmund mithalten. Der Trend hat den Sprung ins neue Spieljahr überdauert. In insgesamt 23 Ligaspielen unter Favre ließ Mönchengladbach nur 19 Gegentore zu – so wenige, wie sonst im selben Zeitraum nur der FC Bayern.
Offensiv ist das Spiel der Borussia nicht immer spektakulär. Gerade auswärts wurden erst zwei Treffer erzielt – beide genügten zu 1:0-Siegen, aber beide schoss der derzeit wieder mal verletzte Igor de Camargo. Dessen ungeachtet sagt Mittelfeldspieler Marco Reus: „Unsere Taktik ist unglaublich. Ich glaube nicht, dass es Spaß macht, gegen uns zu spielen.“ Dabei, fügt Favre an, würden seine Spieler doch noch immer nur unzureichend erkennen, über welch große Fähigkeiten sie alle zusammen verfügten.
Denn kein Wunder sei der Aufschwung der schon totgesagten Borussia, sondern nur das Ergebnis harter Arbeit und ein paar wesentlicher Korrekturen. Sie hätten schlichtweg „vom ersten Tag an überragend trainiert“. Aus dem Bauch heraus entschied Favre außerdem Anfang April, den unerfahrenen Marc-Andre ter Stegen (damals 18) an Stelle des nervösen Logan Bailly ins Tor zu stellen. Über ter Stegen, der in seitdem 18 Bundesligaspielen nur zweimal mehr als ein Gegentor hat hinnehmen müssen, sagt Favre, er sei nicht einfach einer von vielen herausragenden jungen deutschen Torhütern: „Er ist der Beste!“
Eine solche Hervorhebung eines einzelnen Spielers hätte Favre zu Berliner Zeiten unter keinen Umständen gewagt. Jetzt sagt er nur, dass er doch nicht gegen seine Überzeugung handeln könne.
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